Medienkompetenz. Fake News. Lügenpresse.

Diese Schlagworte hört man in der letzten Zeit sehr oft. Doch Informationen und Nachrichten müssen heutzutage schnell geliefert werden. Details eines Vorfalls – vorzugsweise Katastrophen, Amokläufe, Terrorangriffe – die Medien bringen umgehend Sondersendungen, Liveberichte, Expertenrunden. Obwohl die einzige Nachricht lauten müsste: „Wir wissen nur,dass wir fast nichts wissen, Details folgen“ wird wild spekuliert. „Die Ereignisse überschlagen sich“ bekommt man zu hören, permanent werden dieselben Bilder gezeigt. Aber es nützt ja nichts. Infos müssen her. Infos, News, Breaking News, das brauchen sie, die Zuschauer. Und so passiert es dann immer wieder: aus Angst, nicht der erste Sender zu sein, werden Informationen mehr oder weniger ungeprüft rausgehauen. Hinterher kann man ja immer sagen: „Oh, hoppala. Da ist uns wohl ein Fehler unterlaufen. Wir knien nieder und zeigen Demut, das nächste Mal wird alles besser…“ Die üblicheln Flosklen, man kennt es.

So geschah es auch am 09.10.2019 wieder: Ein Attentäter versuchte, in eine Synagoge einzudringen. Als dies misslang suchte er sich willkürlich seine Opfer auf offener Straße. Natürlich gab es umgehend Sondersendungen. Auf Twitter wurde versucht, Rainer als den Attentäter hinzustellen.

https://twitter.com/einhorntyp1/status/1181919165957001217?s=21

Auch hier wurde das Mikrofon vermeintlichen Augenzeugen, Polizisten etc. an den Mund gehalten. Und just während eines solchen Interviews passierte es – mal wieder. Für wenige Augenblicke wurde das Bild eines uns allen wohlbekannten rundlichen Rüstungsexperten gezeigt. Inwiefern das eingeblendete Bild – ein glatzköpfoger Rainer in einem Landser Tshirt -überhaupt real ist, entzieht sich der Kenntnis des Autors.

In anderer Version hier:

Es war nicht das erste Mal. Bereits bei anderen Gelegenheiten wurde der Oger als potentieller Attentäter in den Medien präsentiert: Für den Anschlag in der niederländischen Stadt Utrecht (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anschlag_in_Utrecht_2019) wurde der Drachenlord von einem türkischen Nachrichtensender verantwortlich gemacht.

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.fakenews-und-desinformation-tuerkischer-tv-sender-macht-youtuber-zum-utrecht-attentaeter.12603c31-f1fb-4850-bdcd-1bfe23db898d.html

Beim Amoklauf in München (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anschlag_in_M%C3%BCnchen_2016) war es ein russischer Sender:

Zusammenfassend stellt sich die Frage: Wie kann es angehen, dass trotz „sorgfältigster Prüfung“ immer wieder solche Fehler passieren? Vor allem zeigt es aber auch eins – insbesondere im Hinblick auf das Game: Glaubt nicht alles, was ihr lest. Hinterfragt es. Recherchiert und sucht Belege. Lasst euch nicht für dumm verkaufen.

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2 Kommentare

Kai mit ai · 24. Oktober 2019 um 16:16

Wenn sich rumspricht, dass das in einer Wingl-Gruppe gestreamt wurde, sehe ich schon kommen, dass Seehofer im Fernsehen verkündet, dass man die Haiderszene gründlicher beobachten müsse.

Roiner Wongel · 5. November 2019 um 16:50

lust auf seggschreibene ?

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